Hoch motiviert, von Ausbildungsbetrieben heiß begehrt und dringend gebraucht – in dieser Situation finden sich viele neu zugewanderte Personen, auch hier im Hochsauerlandkreis.
Oft zeigt sich aber leider im Alltag, dass auf dem Weg vom Deutschkurs bis zur echten Ausbildungsreife noch eine Lücke in der Sprachförderung klafft.
Geht es dann in der Berufsschule um lange, komplexe Texte mit viel Fachvokabular, stoßen viele Auszubildende, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, an sprachliche Grenzen. Auch bei der Kommunikation im Ausbildungsalltag kommt es immer wieder zu sprachlichen Problemen.
Die Folgen sind oftmals ein Gefühl der Überforderung, nicht bestandene Prüfungen und - im schlimmsten Fall - der Abbruch der Ausbildung und der Abschied vom Traumberuf.
Diese Lücke soll nun das Pilot-Projekt „EQ plus Sprache“ schließen:
Ab dem 28.09.2026 haben Personen mit Deutsch als Zweitsprache, die im Raum Arnsberg/Sundern leben oder Arnsberg gut erreichen können, die Möglichkeit, vor der eigentlichen Ausbildung ein Langzeitpraktikum (Einstiegsqualifizierung) mit integrierter Sprachförderung zu absolvieren (Dauer: ein Schuljahr). Die Maßnahme „EQ plus Sprache“ richtet sich an Personen, die sich für eine betriebliche Ausbildung interessieren, sich aber den sprachlichen Anforderungen des Ausbildungsalltages noch nicht in allen Bereichen gewachsen fühlen.
Kombination aus Sprachkurs und betrieblichem Praktikum
An zwei Tagen pro Woche besuchen die Teilnehmenden einen Deutschkurs der VHS, der gezielt auf die sprachlichen Anforderungen einer Ausbildung zugeschnitten ist; an den anderen drei Tagen geht es zum Praktikum in einen Betrieb. Durch diese Kombination können sprachlich erlernte Kompetenzen direkt angewendet und mögliche Sprachbarrieren unmittelbar im Deutschkurs abgebaut werden.
Teilnehmende Betriebe bekommen so die Möglichkeit, Personen für eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu begeistern und bereits vor Ausbildungsbeginn aktiv etwas zu dessen Gelingen beizusteuern.
Das Pilotprojekt startet am 28.09.2026 in der Region Arnsberg/Sundern und soll bei Erfolg kreisweit ausgedehnt werden.
Interessierte Personen und Betriebe können sich jetzt für weitere Informationen an ihre Ansprechpersonen von Jobcenter und Arbeitsagentur oder die folgenden zentralen Ansprechpersonen wenden:
Agentur für Arbeit
Für Teilnehmende: Annette Lebek
Annette.Lebek2@arbeitsagentur.de
02932 /9700 138
Für Betriebe: Ginda Hensel
ginda.hensel@arbeitsagentur.de
02932 /9700 142
Jobcenter Arnsberg
Cordula Wüllner




