Staatssekretär im Gespräch mit FörderschulleitungenSonderpädagogen fehlen

Staatssekretär Diskussion Förderschulen
Die Leitungen der Förderschulen des Hochsauerlandkreises und der Caritasverbände Arnsberg-Sundern und Meschede mit Staatssekretär Mathias Richter (6.v.r.), Landrat Dr. Karl Schneider (7.v.r.), Ulrich Müller-Thüsing (HSK-Fachbereichsleiter Schulen und Jugend, 8.v.r.), Schulrat Jochen Müller (2.v.r.) und Gastgeber Klaus Mülder (Leiter der Roman-Herzog-Schule in Brilon, links). / Foto: Pressestelle HSK
Pressemeldung vom 18.04.2019

Hochsauerlandkreis/Brilon


Staatssekretär Mathias Richter aus dem NRW-Schulministerium hat auf Initiative von Landrat Dr. Karl Schneider die Roman-Herzog-Schule in Brilon besucht, um vor Ort mit den Leitungen der Förderschulen und dem Hochsauerlandkreis als Schulträger ins Gespräch zu kommen. In einer konstruktiven Diskussion mit den Schulleitungen der Kreisförderschulen und den Caritasverbänden Arnsberg-Sundern und Meschede ging es hauptsächlich um das Problem, Sonderpädagogen zu finden. Im Hochsauerlandkreis fehlen derzeit an fast allen Förderschulen Sonderpädagogen, in den nächsten Jahren wird diese Zahl wahrscheinlich noch steigen. Allein in der Roman-Herzog-Schule sind derzeit 7,5 Stellen nicht besetzt, im neuen Schuljahr wird sich diese Situation weiter negativ entwickeln.


 


„Wenn es überhaupt Sonderpädagogen gibt, dann wollen sie nicht unbedingt in den Hochsauerlandkreis kommen“, beschreibt Klaus Mülder als Gastgeber und Leiter der Roman-Herzog-Schule die Situation, „und dies obwohl wir hervorragende Arbeitsbedingungen und ein tolles Kollegium haben.“ Eine Lösung könnte sein, Personal zu qualifizieren, das bereits andere berufliche Ausbildungen hat und damit die Arbeit der Lehrkräfte unterstützen kann. Dieses neue Personal könnte dann in einem multiprofessionellen Team mit den Sonderpädagogen zusammen arbeiten. Diesbezüglich vereinbarten das Schulamt des Hochsauerlandkreises und das NRW-Schulministerium einen weiteren Austausch.


 


Staatssekretär Mathias Richter erklärte: „Die Landesregierung will das funktionierende Förderschulsystem in Nordrhein-Westfalen flächendeckend erhalten. Dazu muss sich auch die Personalsituation an den Förderschulen verbessern. Mit der Einrichtung zusätzlicher Studienplätze für das Lehramt Sonderpädagogik gehen wir hier einen wichtigen Schritt. Auch den Gedanken, zusätzliche Unterstützung durch multiprofessionelle Teams zu leisten, werde ich gerne aufgreifen.“ Zudem haben Lehrkräfte mit einer allgemeinen Lehramtsbefähigung weiterhin die Möglichkeit, das Lehramt Sonderpädagogik berufsbegleitend zu erwerben. Hierfür hat die Landesregierung das Programm VOBASOF, das ursprünglich bis zum Jahr 2018 befristet war, zunächst bis zum Jahr 2023 verlängert.

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