Noch mehr Klimaschutz per Bus

RLG entwickelt nachhaltige Fuhrparkstrategie

Die RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH stellt sich der Aufgabe, den Busverkehr im Hochsauerlandkreis weg von fossilen Brennstoffen noch klimafreundlicher zu gestalten. Heute präsentierte dieRLG Landrat Dr. Karl Schneider und Kreisdirektor Dr. Klaus Drahten einen Elektro-Bus.
Pressemeldung vom 20.07.2020

Hochsauerlandkreis


Hochsauerlandkreis. Elektrisch oder Wasserstoff – dies sind zwei Möglichkeiten, den Busverkehr im Hochsauerlandkreis weg von fossilen Brennstoffen noch klimafreundlicher zu gestalten. Die RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH stellt sich der Aufgabe und hat für diesen Zweck schon seit längerem eine Arbeitsgruppe installiert, die sich mit alternativen Antriebstechnologien befasst.


„Innovative Antriebe haben Vorteile, stellen uns aber bei näherem Hinsehen  vor einige Herausforderungen“, so RLG-Geschäftsführer André Pieperjohanns. So sind Busse im Regionalverkehr auf längeren Strecken unterwegs, sodass Fahrzeuge mit ausreichender Reichweite vonnöten sind. Bis zu 500 Kilometer am Tag sind da keine Seltenheit.


Ein Elektro-Fahrzeug mit größerer Reichweite hat nun die RLG der Kreispolitik vorgestellt. Der vollelektrische Citea hat eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern, seine Batteriekapazität beträgt 288 KWh. Am 17. Juli lud das kommunale Verkehrsunternehmen Landrat Dr. Karl Schneider und Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen zu einer Probefahrt ein. „Wir entwickeln unsere Fuhrparkstrategie in enger Abstimmung mit unseren Eigentümern weiter“, erläutert Pieperjohanns. Derzeit kommen bei der eigenen Flotte der RLG ausschließlich Busse mit den hohen Umweltstandards EURO V und EURO IV zum Einsatz. Bei Elektrobussen muss auch bedacht werden, dass eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufgebaut werden muss. „Bei dem Modell können die Batterien an Schnellladestationen binnen 20 Minuten auf 60 Prozent der Ladekapazität gebracht werden“, führt Pieperjohanns weiter aus. Es sei im großstädtischen Umfeld deutlich einfacher, an die Enden einer Linie Ladestationen aufzubauen. Die RLG setzt ihre Busse möglichst wirtschaftlich ein, sodass sie über den Tag mehrere Linien bedienen.


Landrat Dr. Karl Schneider zeigte sich von dem Testfahrzeug angetan: „Der Fahrkomfort ist überzeugend, auch, weil der Bus so leise ist.“ Ob allerdings der klassische Elektrobus oder ein Wasserstoff-Fahrzeug zum Zuge kommen wird, wird die RLG ausführlich beleuchten. Dazu könnten in naher Zukunft auch Einsätze im Linienbetrieb zählen. Für einen Einstieg in die Umstellung sind natürlich die höheren Investitionskosten, entsprechende Förderungen und höhere Betriebskosten zu bewerten. DIE RLG betreibt 105 Busse, davon allein 60 an den Betriebshöfen Arnsberg und Brilon.  


Dr. Klaus Drathen, 1. stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der RLG, begrüßt die Initiative der RLG: „Unser kommunales Verkehrsunternehmen ist eine wesentliche Säule für eine Verkehrswende. Es gilt nicht nur, mehr Fahrgäste für Bus und Bahn zu gewinnen, sondern auch die Flotte noch klimafreundlicher zu gestalten.“ Die RLG werde sich auch dieser Herausforderung stellen. Für weitere Informationen zum Busangebot steht die Schlaue Nummer unter der Telefonnummer 0180 6 / 50 40 30 (20 ct/Verbindung aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 60 ct/Verbindung.) zur Verfügung. Fahrplaninformationen gibt es auch bei der kostenlosen elektronischen Fahrplanauskunft unter 0 800 3 / 50 40 30 oder im Internet unter www.rlg-online.de. In der App mobil info stehen ebenfalls alle Informationen zur Verfügung. Die App mobil info steht zum kostenlosen Download im App Store und im Google Play Store bereit

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