Menschen die Tür ins Unternehmen öffnen

Jobcenter Hochsauerlandkreis stellt Mutmachergeschichten vor

gutesbeispiel
Nicht lange gezögert und den beruflichen Neustart beim Hochsauerlandkreis gewagt: Lothar S.
Pressemeldung vom 28.08.2019

Hochdauerlandkreis


Mit der Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort“ machen die bundesweit 104 kommunalen Jobcenter auf die besondere Bedeutung der kommunalen Verankerung in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik aufmerksam. Auch der Hochsauerlandkreis und die 12 Jobcenter in den Städten und Gemeinden der Region beteiligen sich an der Aktion und stellen Menschen vor, die auch anderen langzeitarbeitslosen Menschen sowie Arbeitgebern Mut machen. Diese Mutmachergeschichten zeigen, dass es sich lohnt, Menschen die Tür ins Unternehmen zu öffnen, auch wenn sie auf den ersten Blick wenig Erfahrung für eine bestimmte Beschäftigung mitbringen. Und sie zeigen auch, dass es sich für jeden lohnt, auch nach Jahren der Arbeitslosigkeit etwas Neues zu wagen, eine 2. oder 3. Chance zu ergreifen.


„Langzeitarbeitslosigkeit kann jeden treffen“


Langzeitarbeitslosigkeit ist kein isoliertes, abgrenzbares Problem. Sie kann jeden treffen. Die Gründe für den Jobverlust sind vielfältig - die menschlichen Schicksale dahinter auch. Sie machen betroffen und erfordern den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Jobcentern viel ab. Mit Bürgernähe, kurzen Wegen, raschen Entscheidungen und ganzheitlichen Angeboten werden die Menschen in der Region auf ihrem Weg in eine neue Arbeit durch ihre Fallmanager und Arbeitsvermittler unterstützt und begleitet. Besonders hilfreich sind dabei seit dem 01.01.2019 die Förderinstrumente des neuen Teilhabechancengesetzes.


48 langzeitarbeitslose Frauen und Männer haben im HSK mithilfe des Teilhabechancengesetzes in den letzten acht Monaten einen beruflichen Neustart gewagt und einen Arbeitsplatz gefunden. Zwei von Ihnen erzählen ihre persönliche Geschichte.


Meschede. Lothar S., 59 Jahre, erzählt: „Als leitender Mitarbeiter im Auslieferungslager von Schlecker habe ich die Lagerlogistik organisiert und ein Team geführt. Mit der Schlecker-Pleite habe ich 2012 meinen Job  verloren und die Zuversicht, dass ich mit über 50 noch einen neuen Arbeitgeber finden würde. Als meine Arbeitsvermittlerin vom Jobcenter Meschede mir eine Stelle beim Hochsauerlandkreis in der Datendigitalisierung angeboten hat, habe ich nicht lange gezögert und mich erfolgreich dem Auswahlverfahren gestellt. Heute bin ich glücklich mit der neuen Aufgabe. Ich hatte schon immer ein Herz für die Technik und habe mich auch während meiner Arbeitslosigkeit in PC-Anwendungen weitergebildet. Das kommt mir jetzt zugute. Nette Kollegen haben mir in den ersten Tagen zur Seite gestanden und mich unterstützt. Heute bin ich einer von ihnen und darauf bin ich stolz. Endlich kann ich auch meinen Kindern wieder ein gutes Vorbild sein“.


Brilon. Völlig anders hat sich der Lebenslauf von Ralf S., 59 Jahre, entwickelt. Als gelernter Bäcker gelang es ihm nicht, beruflich Fuß zu fassen. Also nahm er jede Arbeit an, die er bekommen konnte. Er war als Montierer, Tankwart, Lagerhelfer und Gebäudereiniger beschäftigt. Seit dem Jahr 2007 gelang es Herrn S. aufgrund seines Alters und seiner Persönlichkeitsstruktur nicht mehr, in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis einzumünden. Im Rahmen der verschiedenen Unterstützungsangebote des Jobcenters Brilon wurde klar, dass Herr S. die digitale Welt vollständig ablehnt. Viele berufliche Perspektiven kamen deshalb nicht in Betracht. „Ich bin sehr naturverbunden und habe eine besondere Leidenschaft für Tiere. Dieses Talent kann ich nun endlich auch beruflich nutzen. Auf dem Ferienhof von Familie Homann in Brilon-Nehden füttere ich die Pferde, kümmere mich um die Gartenarbeit und alles, was auf dem Hof sonst noch anfällt. Meine Chefin ist sehr nett und kümmert sich um mich. Ich habe nicht nur einen neuen Job gefunden sondern auch einen Arbeitgeber mit Herz für Menschen und Tiere“.

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