Interview Kreissekretär

Niklas Westhoff ist Anwärter zum Kreissekretär im mittleren Dienst und spricht im Interview über seine Ausbildungszeit beim Hochsauerlandkreis.
Niklas Westhoff am Arbeitsplatz
Niklas Westhoff am Arbeitsplatz

HSK: Niklas, erzählst du uns von deinem Weg zum Hochsauerlandkreis? Warum machst du die Ausbildung beim Kreis?

Niklas: Also nach dem Abi habe ich an der Uni Siegen Sozialwissenschaft und Medienwissenschaft studiert. Nach 4 Semestern habe ich gemerkt, dass das Studium doch nicht das Richtige ist und es abgebrochen. Dann habe ich mich mit dem Verein Navi für Studienabbrecher auseinandergesetzt und die haben mich mit der Agentur für Arbeit verbunden. Dort habe ich nach einem Beratungsgespräch dann das Angebot einer psychologischen Begutachtung in Anspruch genommen. Das Gutachten zeigt die persönlichen Stärken und Schwächen auf. Danach wurde mir ein Profil mit verschiedenen Berufen erstellt. Vor allem Büroberufe wie auch der Beruf des Verwaltungsfachangestellten wurden mir vorgestellt. Den Hochsauerlandkreis als Arbeitgeber kannte ich schon von meiner Mutter, die auch beim Kreis arbeitet. Ich habe mich dann bei verschiedenen Städten und Gemeinden als Verwaltungsfachangestellter beworben.

HSK: Und wie bist du dann Kreissekretär geworden?

Niklas: Ich war normal beim Bewerbungsgespräch und danach meinte der Ausbildungsleiter Herr Nolte, dass der HSK auch Leute als beispielsweise Kreissekretär sucht. Dann habe ich mir die Broschüre mal angesehen. Vor allem die Möglichkeit auch später in den gehobenen Dienst zu kommen war interessant. Ich bin jetzt noch im ersten Lehrjahr und nach dem zweiten bin ich fertig. Ich bewerbe mich für das nächste Jahr auf die Ausbildung im gehobenen Dienst. Effektiv vorankommen ist mir wichtig.

HSK: Wieso hast du dich für den Hochsauerlandkreis entschieden?

Niklas: Ich habe mich bewusst für den HSK entschieden, weil die Ausbildung so breit gefächert ist. Den Kontakt zum Bürger, wie beispielsweise im Ausländeramt, finde ich spannend. Auch der Austausch mit anderen Behörden ist interessant - man kommt hier einfach in sehr viele verschiedene Abteilungen. Da sitzt man nicht 40 Jahre bis zur Rente am selben Platz. Ich war zum Beispiel auch schon im Außendienst unterwegs.

HSK: Was war dir bei deiner Entscheidung besonders wichtig?

Niklas: Die Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind mir wichtig. Immer auf einer Stelle zu treten und nicht weiter zu kommen - das ist demotivierend.

HSK: Was braucht man deiner Meinung nach für die Ausbildung? Was sollte man mitbringen?

Niklas: Man sollte kein Problem mit der Büroarbeit und dem vielen sitzen haben. Also da ich Beamter bin arbeite ich 41 Stunden die Woche und dabei sitze ich die meiste Zeit. Außerdem sollte man keine Aversion gegen Paragraphen haben. Ein wichtiger Punkt ist außerdem Anpassungsfähigkeit, denn man ist alle 3 Monate woanders.

HSK: Motivation ist immer ein wichtiges Thema. Was war oder ist deine Motivation beim Hochsauerlandkreis zu arbeiten?

Niklas: Ich mag das Sauerland. In Siegen bin ich nie richtig angekommen. Der Kreis hier ist Heimat. Ich sag nur: Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland! (singt) Ich komme ursprünglich aus Herdringen - hier bin ich zu Hause.

HSK: Wie läuft deine Ausbildung ab?

Niklas: Ich bin im Moment im ersten Lehrjahr. Ausbildungsstart ist im August. Dann hatte ich von Oktober bis Mitte Dezember Blockunterricht. Der war richtig super. Da sitzt man dann mit Leuten aus Paderborn, Hamm oder so zusammen - und alle haben das gleiche Berufsziel vor Augen. Ok, es sind auch ein paar Verwaltungsfachangestellte dabei, die aus bestimmten Gründen den Blockunterricht besuchen. Die Truppe war einfach toll. Auch die Dozenten sind super locker. Die kommen alle auch aus der Verwaltung und wissen, wie es läuft. Es hat mir viel Spaß gemacht und freue mich im zweiten Jahr wieder zum Blockunterricht zu fahren. Ab Januar geht es bis April zum Unterricht an das Studieninstitut Hellweg-Sauerland nach Soest. Danach werde ich wohl in Abteilungen arbeiten bis dann im Mai und Juni die Abschlussprüfungen sind. Danach ist die Ausbildung vorbei.

HSK: Was machst du zur Zeit?

Niklas: Zur Zeit bin ich sozusagen im Praxisjahr. Alle drei Monate komme ich an eine andere Station hier im Haus. Dann lerne ich also in einem Jahr vier Abteilungen kennen.

HSK: Hast du einen Tipp für potentielle Azubis?

Niklas: Wenn man sich für die Ausbildung interessiert, sollte man mit Leuten sprechen, die diesen Beruf bereits machen. Super ist auch die Möglichkeit auf Jobmessen am Stand des Hochsauerlandkreises mit Auszubildenden zu sprechen.

Ihre Ansprechpersonen

Herr Diethard Nolte
0291 / 94-1520
0291 / 94-26146