Sozialmonitor

In der Welt von heute hat der soziale Wandel erheblich an Dynamik gewonnen. Demografische Entwicklung, Zuwanderung, Heterogenisierung und Segregation sind nur einige Entwicklungen, die die Lebensverhältnisse erheblich verändern. Kommunale Entwicklungsplanung und Sozialplanung sind gefordert, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und nach Möglichkeit steuernd einzugreifen.

NEUE DATEN

Die Anzahl der Wohnungslosen im Hochsauerlandkreis ist rasant gestiegen.

Ende Juni 2017 waren 77 Personen im HSK wohnungslos, 3 Jahre später, im Juni 2020 waren 392 Personen wohnungslos gemeldet.

Die Kommunen meldeten insgesamt 359 und die DIAKONIE 33, zusammen 392 Personen

Die Mindestsicherungsquote bezieht sich auf die Gesamtbevölkerung. Sie ist seit 2015 von 8,1 bis 2019 auf 6,5 gesunken. Nun zeigt sich ein Wendepunkt an und die Quote ist in einem Jahr, 2019 bis 2020, um 0,1 auf 6,6 Prozent gestiegen.

In der Stadt Arnsberg erhält fast jeder zehnte (9,5) Einwohner Mindestsicherungsleistungen. 

Hier gibt es im HSK keinen großen Unterschied; bei beiden Geschlechtern beträgt die Quote 6,6 Prozent.

Bei den Deutschen ist die Quote von 2019 nach 2020 von 4,5 auf 4,7 Prozent angestiegen.

Bei den Nichtdeutschen ist sie in gleichem Zeitraum von 26,6 auf 25,2 Prozent gefallen. Dieser Trend hält seit 2015 an.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Mindestsicherungsquote höher als in der Gesamtbevölkerung, 9,9 im Vergleich zu 6,6 Prozent.

Ansicht nach Altersgruppen, 2019 und 2020:

  • unter18 Jahre      10,2 auf 9,9 gefallen
  • 18 - u30 Jahre     8,3 auf 8,4 gestiegen
  • 30 - u55 Jahre     7,0 auf 7,4 gestiegen
  • 55 und mehr        3,9 auf 4,0 gestiegen

Vergleich 2019 zu 2020

fallend:

  • Winterberg     5,3 auf 5,2
  • Medebach       5,4 auf 5,2
  • Meschede       5,9 auf 5,7
  • Sundern          6,0 auf 5,8
  • Arnsberg        9,6 auf 9,5

gleichbleibend:

  • Eslohe        3,9
  • Bestwig     4,9

steigend:

  • Hallenberg            2,2 auf 2,9
  • Brilon                       4,9 auf 5,0
  • Schmallenberg    4,9 auf 5,4   !
  • Olsberg                    4,9 auf 5,9   !!
  • Marsberg                 5,9 auf 6,8   !!!

 

Ende 2020 erhielten im Hochsauerlandkreis Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (SGB XII) 560 Menschen. Im Jahr 2017 war ein Höhepunkt mit 661 Leistungsempfängern.

Ende des Jahres 2020 erhielten im HSK 11.674 Menschen Regelleistungen nach dem SGB II,  seit 2012 ist die Zahl von 13.179 langsam gesunken. Den größten Anteil von 11.674 hat allein die Stadt Arnsberg mit 5.387 Menschen, die diese Leistungen bekamen.

 

Die Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind seit 5 Jahren kontinuierlich gefallen.

Von 1000 Einwohnern bekommen im HSK 4,4 Einwohner Leistungen nach diesem Gesetz. Auf 1000 Einwohner gesehen, leben die meisten Leistungsberechtigten in Sundern und Winterberg, die wenigsten in Hallenberg, Marsberg und Medebach. 

Gender: Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet, welches sowohl die weibliche als auch die männliche Form umfasst.

Ihre Ansprechperson

Herr Norbert Theune

Norbert.Theune@​hochsauerlandkreis.de 02961-943307

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