Landschaftsplan Arnsberg 2020 - Offenlegung

Landschaftsplan Arnsberg : Entwurf liegt im Kreishaus Arnsberg offen

Der Entwurf des neuen Landschaftsplanes Arnsberg wird öffentlich zur Einsicht ausgelegt. Vom 15. Januar bis zum 14. Februar 2020 können Bedenken und Anregungen im Kreishaus Arnsberg, Raum 11 (Tel.: 02931 / 941666) vorgebracht werden. Im Rahmen der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung steht ein Mitarbeiter des Hochsauerlandkreises als Ansprechpartner zur Verfügung. Zur Information ist die Festsetzungskarte und die Entwicklungskarte des Landschaftsplanentwurfes mit den zugehörigen textlichen Erläuterungen dann auch im Internet unter www.hochsauerlandkreis.de einsehbar. 

Der neue Plan soll den seit 1998 rechtskräftigen Landschaftsplan Arnsberg ablösen. Bestandteil beider Verfahren - Aufhebung des alten Plans und Neuaufstellung - ist eine sog. "Strategische Umweltprüfung", in der die Auswirkungen solcher Vorhaben auf Mensch, Natur und Landschaft dargestellt werden. Auch zu diesem Umweltbericht kann Stellung genommen werden; er ist "Anhang I" des Textteils. 

Der Landschaftsplan Arnsberg umfasst das gesamte Stadtgebiet von 194 km² Fläche. Sein Geltungsbereich erstreckt sich aber nicht auf die bebauten Ortslagen, sondern auf den baulichen Außenbereich. Grundstückseigentümern und -pächtern wird empfohlen, evtl. vorhandene Karten über die Lage ihrer Grundstücke mitzubringen. Auf diese Weise kann am besten eindeutig festgestellt werden, ob und in welcher Weise sie von diesem Landschaftsplan betroffen sind. 

Zu den Inhalten des Landschaftsplanes, die nach dem Landesnaturschutzgesetz Bestandteile der Satzung werden, gehören laut Entwurf 43 Naturschutzgebiete mit rd. 7640 ha Fläche. Weit überwiegend setzen sie europäisches Naturschutzrecht, v.a. im Wald um ("FFH-Gebiete"). Außerdem sollen etliche Bäume als Naturdenkmale gesichert werden sowie Feldgehölze, Hecken, Obstwiesen u. ä. als "Geschützte Landschaftsbestandteile". Fast flächendeckend ist die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten vorgesehen, die zum Teil durch ein Aufforstungsverbot zur Freihaltung der landwirtschaftlich genutzten Flächen oder zur Grünlanderhaltung in den Tälern beitragen sollen. Schließlich sind auch zahlreiche Entwicklungsmaßnahmen enthalten, die im Laufe der Zeit zu einer ökologischen Aufwertung des Plangebiets führen sollen. Dazu gehört z. B. die Umwandlung von Nadelholz in Grünland an Gewässern oder die Umbestockung von Quellsiepen mit Laubholz. Solche aktiven Optimierungen der Landschaft werden im Rahmen der späteren Planumsetzung auf freiwilliger Basis vertraglich geregelt. 

Neben den eigentlichen Planinhalten, die der Kreistag am Ende als Satzung beschließt, zeigen die Karten informationshalber auch sog. "Gesetzlich geschützte Biotope". Dabei handelt es sich z. B. um Magergrünland, Felsen oder naturnahe Bachläufe und Quellen, die (auch ohne Landschaftsplan) nach den gesetzlichen Bestimmungen geschützt sind. Die Landschaftsplan-Offenlegung bietet daher den Grundstückseigentümern auch die Möglichkeit, sich über diese Biotope zu informieren.

Ansprechperson

0291 / 94-1666