Vorsorgender Bodenschutz

Boden ist eine endliche Ressource, wichtiger Bestandteil des Ökosystems und deshalb besonders schutzwürdig. Ist ein Boden erst einmal geschädigt, dauert es Jahrhunderte bis Jahrtausende bis der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt ist.

Böden werden auf diverse Arten in Mitleidenschaft gezogen, durch Bodenerosion vermindert sich z.B. der Humusanteil und somit die Ertragsfähigkeit des Bodens, außerdem werden unterliegende Flächen z.T. erheblich mit Boden befrachtet. Durch das Einbringen von Schadstoffen wird der Naturhaushalt empfindlich gestört sowie potenziell die Gesundheit von Mensch und Tier gefährdet. Des Weiteren sind der Flächenverbrauch und die Flächenversiegelung Themen des vorsorgenden Bodenschutzes. Im vorsorgenden Bodenschutz geht es darum die Funktionsfähigkeit der Böden zu erhalten. Konkret bedeutet dies u.a. in der Bauleitplanung vorsorgende Bodenschutzziele wie z.B. Verminderung des Flächenverbrauchs im Abwägungsprozess zu berücksichtigen, besonders schutzwürdige Böden vor Eingriffen zu bewahren und der Versiegelung von Boden entgegen zu wirken. In allen bergigen Regionen stellt die Bodenerosion durch Wasser ein großes Problem dar. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen an Hängen sind die Zeiträume nach der Bodenbearbeitung kritisch in Bezug auf Bodenerosion durch Wasser Besonders zu erwähnen sind hier Kulturen wie Mais und Weihnachtsbäume, die stark an Bedeutung und somit Anbaufläche zugenommen haben. In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer ist die Untere Bodenschutzbehörde in ihrer täglichen Arbeit (Prüfung von Grünlandumbruchsanträgen, Stellungnahmen zu Genehmigung von Weihnachtsbaumkulturen, Vorsorge nach Schadensfällen) darauf bedacht, die Bodenerosion auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zu reduzieren. Dies geschieht durch Beratungsgespräche zwischen den Bewirtschaftern, der Landwirtschaftskammer und der Unteren Bodenschutzbehörde. Besprochen werden alternative Bewirtschaftungsmethoden, zu denen sich der Bewirtschafter verpflichtet und die in der Folge entsprechend kontrolliert werden.

Das ausführliche Konzept zur Reduktion der Bodenerosion finden Sie unter Links und Downloads.

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Herr Christoph Meisen
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