Demographischer Wandel

Herausforderung für alle

„Der demographische Wandel wird unsere Gesellschaft und unser Miteinander verändern. Welche vielfältigen Auswirkungen auf alle Lebensbereiche das mit sich bringt, beginnen wir in Deutschland gerade erst richtig zu erfassen. Wie man den vor uns liegenden Herausforderungen am besten begegnet, darüber kann und soll man streiten, aber eines ist klar: Sie früh zu erkennen und Probleme offen zu benennen, ist der beste Weg, sie zu lösen.“  

(Bundespräsident Horst Köhler 2005)

In nahezu jedem Gesellschaftsbereich werden die Folgen der demographischen Entwicklung sichtbar werden:

Kinderbetreuung und Bildung:
Unterauslastung von Kindertageseinrichtungen und Schulen

Infrastruktur:
Unterauslastung der technischen Infrastruktur, sinkende Einnahmen bei gleichzeitiger Erhöhung der Pro-Kopf-Ausgaben für den Erhalt von Straßen, Wasserleitungen, ÖPNV, etc.

Soziale Sicherungssysteme:
Belastung der Renten- und Sozialversicherungskassen durch weniger Beitragszahler und steigende Rentenzahlungen

Gesundheitsversorgung:
Steigender Bedarf an Personal im Pflege- und Medizinbereich bei gleichzeitiger Abnahme der Zahl arbeitsfähiger Menschen

Wirtschaft:
Insgesamt werden weniger Menschen für den Arbeitsprozess zur Verfügung stehen und der Arbeitskräftemangel nimmt zu

Vereine und Organisationen:
Weniger Menschen stehen für ehrenamtliche Tätigkeiten (wie z.B. Feuerwehr, DLRG) zur Verfügung

Lebenswelt:
Es entstehen neue Anforderungen an das Wohnen, die Mobilität, an Produkte und Dienstleistungen

Öffentliche Finanzen:
Insbesondere die von einwohnerbezogenen Schlüsselzuweisungen abhängige kommunale Finanzkraft wird sinken

Dienstleistungen von Kreis und Gemeinden:
Es ist eine erhebliche Gewichtsverlagerung innerhalb der kommunalen Aufgabenbereiche zu erwarten.

Eigene Darstellung / Datenquelle: IT.NRW, Düsseldorf -Geschäftsbereich Statistik

Unterschiedliche Alterung in den Städten und Gemeinden

Eigene Darstellung / Datenquelle: Einwohnermeldedaten

Das Billeter-Maß (Index) gibt Auskunft über das demographische bzw. generative Entwicklungspotenzial einer Bevölkerung.

Es setzt die noch nicht reproduktive Bevölkerung (unter 15-Jährige), vermindert um die nicht mehr reproduktive Bevölkerung (50-Jährige und Ältere) in das Verhältnis zur Bevölkerung im aktiven generativen Alter (15- bis unter 50-Jährige).

Je kleiner der Wert wird, desto älter ist die Bevölkerung im demographischen Sinne, d.h. desto geringer ist das zukünftige generative Potenzial. Der Wert wird umso negativer, je weniger junge Menschen nachwachsen, die für die Erneuerung bzw. den Erhalt der Bevölkerung in Zukunft erforderlich sind.

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Demographischer Wandel im Hochsauerlandkreis      [pdf, 212,46 Kilobyte]

Handlungsfelder und Strategien

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Analyse und Beratung:
Tobias Eggenstein
Strukturförderung, Regionalentwicklung (FD 01)
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