Bevölkerung im Ernstfall vor Gefahren warnen: Erster Warntag in Nordrhein-Westfalen am 6. September

Warntag
Michael Schlüter, Leiter der Leitstelle, vor einer Karte des Kreisgebiets in der Leitstelle. Foto: Hochsauerlandkreis
Pressemeldung vom 31.08.2018

Hochsauerlandkreis.


Mit Einführung der Digitalen Alarmierung im Hochsauerlandkreis werden derzeit u.a. alle Sirenen in den Kommunen mit neuer Empfangs- und Steuerungstechnik ausgestattet, sodass neben der Alarmierung der örtlichen Feuerwehr künftig auch die Bevölkerung vor Gefahren per Sirene gewarnt werden kann. Daneben verfügen inzwischen alle Feuerwehrleitstellen der Kreise und kreisfreien Städte in NRW über das modulare Warnsystem „MoWaS“, das u.a. binnen kürzester Zeit Warnmeldungen auf z.B. die sogenannten „NINA-App“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe senden kann. „Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger sich diese App auf ihr Smartphone zu laden, um sich selbst, Verwandte und Bekannte oder ihr Eigentum bei größeren Schadenereignissen in Sicherheit zu bringen“, erklärt Brandamtsrat Michael Schlüter, Leiter der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Hochsauerlandkreises.


Probealarm erstmals in NRW zeitgleich


Am Donnerstag, den 6. September 2018 vormittags um 10 Uhr wird es erstmals in ganz NRW zeitgleich einen Probealarm für alle Warnmittel zur Bevölkerungswarnung geben. „Dabei werden die bereits auf den neuesten technischen Standard umgerüsteten Sirenen eine Minute lang mit einem neuen Probealarmton aufheulen, der eine zweifach unterbrochene Kombination aus dem Entwarnungston (Dauerton) und dem Warnungston (auf- und abschwellendes Heulen) ist“, so Schlüter. Dieser Warntag soll künftig turnusmäßig wiederholt werden, damit sich die Bevölkerung an die Signale gewöhnt, um im Ernstfall zu erkennen, wann Radios und Fernseher einzuschalten sind, um weitere Informationen über Schadenereignisse und Verhaltenshinweise zu erlangen.


Probemitteilung auf die NINA-App


Parallel wird das Innenministerium im ganzen Land eine Probemitteilung auf die mit der NINA-App ausgestatteten Smartphones senden. In den Kreisen und Gemeinden dürfen zur gleichen Zeit auch weitere Warnmittel wie z.B. Lautsprecherfahrzeuge, soziale Medien und Radiodurchsagen getestet werden. „Am ersten Warntag werden die Sirenen flächendeckend in den Gebietskörperschaften Bestwig, Eslohe und Winterberg sowie teilweise in der Stadt Sundern und Brilon auslösen. Wir gehen davon aus, dass bis zum nächsten Warntag in 2019 der überwiegende Teil aller Sirenen im Hochsauerlandkreis mit der neuen Technik ausgestattet sein wird“, so der Leiter der Leitstelle.


Weitere Informationen zur Bevölkerungswarnung und dem ersten Warntag in NRW erhalten Sie unter www.hochsauerlandkreis.de.