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Museum Haus Hövener

Dinoskelett
Historischer Garten

Das Briloner Museum Haus Hövener stellt etwas Besonderes dar. Das Gebäude ist nicht nur Ausstellungsraum, sondern selbst das wichtigste Exponat.

Das 1803 erbaute klassizistische Gebäude direkt am Briloner Marktplatz bietet eine perfekte Kulisse für das Museum.
Als ehemaliges Wohnhaus einer bedeutenden Briloner Unternehmerfamilie lädt es auf eine Reise durch die Briloner Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte ein.

Die Besitzer- und Stifterfamilie, die über vier Jahrhunderte im Bergbau und Eisen-hüttenwesen tätig war, hinterließ ein umfangreiches Inventar bestehend aus Mobiliar, Ahnengalerie, Wirtschaftsarchiv und Fachbibliothek. Der Besucher erhält dadurch die einzigartige Möglichkeit, in die Geschichte einer alten Montanregion einzutauchen.
Ein weiteres Highlight ist das Interaktive Stadtmodell, das dem Besucher einen virtuellen Einblick in das Briloner Stadtleben vergangener Jahrhunderte ermöglicht.

Auch die regionale Erdgeschichte hat eine Besonderheit zu bieten. Im historischen Gewölbekeller sind die 1978 in einem Steinbruch in Brilon-Nehden entdeckten Originalknochen des Dinosauriers Iguanodon sowie eine Skelettrekonstruktion und ein Dinosauriermodell ausgestellt.

Angebote und Service
Sonderausstellungen
museumspädagogische Programme und Führungen
Präsentation der museumspädagogischen Programme und Führungen
Ausstellungsinhalte durch modernste Museumstechnik
barrierefreies Museum

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11.00 - 17.00 Uhr
Führungen für Gruppen
außerhalb der Öffnungszeiten

nach Vereinbarung



Eintritt

Erwachsene 4,00 ¤
Schüler, Studenten, Auszubildende und Schwerbehinderte 2,00 ¤
Kinder bis 6 Jahre frei
Familienkarte 9,00 ¤
Ermäßigung mit Sauerland Card/RWE Card 25 %


Kontakt
Museum Haus Hövener
Am Markt 14
59929 Brilon

Telefon 02961 /9639901
Email museum@haus-hoevener.de
Internet www.haus-hoevener.de


Träger
Stiftung "Briloner Eisenberg und Gewerke - Stadtmuseum Brilon"

Sonderausstellung: Engelbert Seibertz - ein berühmter Sohn Brilons

 

 

Das Museum Haus Hövener zeigt vom 02.10.2015 bis 14.02.2016 Gemälde und Lebenszeugnisse des berühmten Porträt- und Historienmalers Engelbert Seibertz (1813 ? 1905) aus dem Bestand des Sauerland - Museums Arnsberg sowie eigenen Archivbeständen. Als Sohn des berühmten Juristen und Historikers Johann Suibert Seibertz wurde er vor allem berühmt durch seine Buch-Illustrationen zu Goethes ?Faust? und Schillers ?Wallenstein?, sowie Gemälden und Wandmalereien für Könige und Fürstenhäuser. Er war königlicher Ordensträger und Professor.

 

Engelbert Seibertz wurde am 20. April 1813 in Brilon geboren. ?So werde in Gottes Namen Maler und vermehre die hungrige und leichtsinnige Zunft um einen widerspenstigen Kopf?. Nach diesen erlösenden Worten seines Vaters Johann Suibert Seibertz war der Weg in den Traumberuf für Engelbert Seibertz endlich frei. Der Vater, als Jurist und Historiker schon zu Lebzeiten eine Berühmtheit (insbesondere für seine Beiträge zur westfälischen Geschichtsschreibung - auch zu finden in der historischen Bibliothek des Museums Haus Hövener Brilon), wollte aus seinem Sohn gemäß der Familientradition ebenfalls einen Juristen machen. Nach zähem Ringen und harten Auseinandersetzungen erlaubten die Eltern ihrem damals 17 - jährigen Sohn schließlich seine Ausbildung als Künstler in Düsseldorf und München.

 

Dies war ein Glücksfall, denn Engelbert Seibertz entwickelte sich zum Prototyp eines außergewöhnlichen Mannes, der entgegen den damals gängigen Konventionen, durch seine früh entdeckte Begabung als Maler und Künstler den Weg vom ?Schulverweigerer zum Professor der Künste? machte (und nicht über schulische Karriere zu Ruhm und Ehre gelangte).

 

Spektakuläre Aufmerksamkeit und Berühmtheit erreichte Engelbert Seibertz insbesondere durch seine enthusiastisch in den Kunstkreisen aufgenommenen Buch - Illustrationen zu ?Goethes Faust? sowie durch Porträtmalerei und Wandgemälde im ?königlichen Münchner Maximilianeum? (dem heutigen bayerischen Landtag). Durch Auftragsarbeiten für die bayerischen Könige Ludwig I. und dessen Sohn Maximilian II. erreichte er auch hohe gesellschaftliche Anerkennung mit seiner Ernennung zum ?Professor der Künste? und der Verleihung des königlichen Verdienstordens ?Ritterkreuz erster Klasse vom heiligen Michael?.

 

Er schuf im Laufe seines Lebens über 800 Ölbilder sowie Hunderte Zeichnungen und Skizzen. Auch wurden während seiner ?Früh- und Spätzeit? im Sauerland viele Porträts von berühmten Persönlichkeiten und Landschaften der Sauerländer Region von ihm gezeichnet, die bis heute historische Bedeutung haben, so ist z.B. im Museum Haus Hövener als Dauerexponat ein Gemälde der ?Olsberger Hütte? zu sehen, das als ältestes Industriegemälde Westfalens gilt. Auch das private Leben von Engelbert Seibertz war ereignisreich und gekennzeichnet von vielen Schicksalsschlägen. Engelbert Seibertz starb 1905 im Alter von 92 Jahren in Arnsberg, wohin er seit 1869 dauerhaft zurückgekehrt war.

 



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