Berufs- und Studienorientierung

Zielsetzung

Für die Umsetzung der Landesinitiative wurden verbindliche Standardelemente entwickelt, durch die im Sinne von Mindeststandards der systemische Prozess der Berufs- und Studienorientierung beginnend ab der Jahrgangsstufe 8 bis hinein in eine Ausbildung oder ein Studium bzw. alternative Anschlusswege definiert werden.

Zu diesen Elementen der Berufs- und Studienorientierung gehören beispielsweise: 

  • prozessbegleitende Beratung ( in der Schule durch die Bundesagentur für Arbeit und andere Partner )
  • schulische Strukturen (Curricula, Studien- und Berufswahlkoordinatorinnen und -koordinatoren, Berufsorientierungsbüros)
  • Praxisphasen
  • koordinierte Gestaltung des Übergangs inklusive Anschlussvereinbarung

Erläuterung der Standardelemente

Portfolioinstrument

Ein Portfolioinstrument als Standardelement des Gesamtsystems der Berufs- und Studienorientierung ist ein Lern-Entwicklungs-Instrument, in dem ausgewählte Dokumente gesammelt und dokumentiert werden. Portfolioinstrumente beinhalten im Einzelnen die folgenden Aspekte: 

  1. Dokumentation
  2. Information
  3. Kommunikation und Reflektion
  4. Planung und Organisation

Das Portfolioinstrument erhalten alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse, es bündelt alle Inhalte und Aktivitäten des schulischen BO-Prozesses und schafft damit Kontinuität und Verbindung zwischen den einzelnen Standardelementen. Im Hochsauerlandkreis wird der Berufswahlpass NRW für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde dieser um Arbeitsblätter, mit regionalen Informationen und Ansprechpartnern erweitert, die den Prozess der Berufs- und Studienorientierung begleiten.

Potenzialanalyse

Die Potenzialanalyse ist eine stärken- und handlungsorientierte eintägige Analyse von Potenzialen. Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe entdecken dabei auch unabhängig von geschlechterspezifischen Rollenerwartungen ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt.

Die Potenzialanalyse zielt darauf ab, dass sich die Schülerinnen und Schüler den eigenen Interessen, Neigungen und Möglichkeiten annähern und ihre damit verbundenen Kompetenzen weiterentwickeln. Sie fördert die Selbstreflexion und die Auseinandersetzung mit eigene Stärken und beruflichen Anforderungen. Sie erschließt die Anhaltspunkte für ein passgenaues Angebot der weiteren Bausteine in der Berufs- und Studienorientierung, in einem ersten Schritt für die Berufsfelderkundung und die sich anschließende Auswahl von Berufsfeldern für das Schülerbetriebspraktikum.

Berufsfelderkundungstage

Mit der Berufsfelderkundung gewinnen Schülerinnen und Schüler erste Einblicke in die Berufswelt, indem sie an bis zu drei Tagen in drei unterschiedliche Berufsfelder hinein schnuppern. Typische Arbeitsabläufe und verschiedene berufliche Tätigkeiten werden praxisnah in Betrieben kennen gelernt und erkundet. Schülerinnen und Schüler sollen einen Überblick von den realistischen Aufgaben in dem jeweiligen Berufsfeld erhalten. Diese ersten Einblicke in die beruflichen Arbeitsabläufe dienen dazu, dass Schülerinnen und Schüler eine (an ihren Fähigkeiten orientierte) Auswahl für das Betriebspraktikum treffen können.

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