Informationen zum Visum für den Ehegatten

Wann ist ein Nachzug von Familienangehörigen möglich?

Ausländische Staatsangehörige, die sich mit einem Aufenthaltstitel im Bundesgebiet aufhalten, können ausländische Ehegatten und minderjährige Kinder nachziehen lassen. Sonstigen Familienangehörigen wie z.B. Großeltern, Enkelkindern oder Geschwistern kann der Nachzug nur zur Vermeidung außergewöhnlicher Härten ermöglicht werden. Zu Asylbewerbern, die noch nicht als Asylberechtigte anerkannt sind, ist ein Familiennachzug nicht möglich. Ein weiterer Ausschluss des Familiennachzugs kann sich im Einzelfall aus einer Auflage zur Aufenthaltserlaubnis des hier aufhältlichen Ehegatten ergeben.

Der im Ausland befindliche Ehepartner beantragt das Visum zum Familiennachzug in einer deutschen Auslandsvertretung in seinem Heimatstaat oder in dem Staat, in dem er erlaubt wohnhaft ist.

 
Was ist bei der Einreise des Ehegatten zu beachten?

Voraussetzungen für den Nachzug sind:

  • Der im Bundesgebiet lebende Ehepartner muss über eine gültigen Aufenthaltstitel verfügen.
  • Der nachzugswillige Ehepartner muss einen gültigen Nationalpass besitzen.
  • Gegen den nachzugswilligen Ehepartner dürfen keine Ausweisungsgründe vorliegen. Sollte der Ehepartner in der Vergangenheit ausgewiesen oder abgeschoben worden sein, muss hierfür zunächst eine nachträgliche Befristung beantragt werden.
  • Der nach Einreise zur Verfügung stehende Wohnraum muss ausreichend sein, d.h., er muss den Mindestanforderungen des Wohnungsbindungsgesetzes entsprechen. Ausreichender Wohnraum ist, unbeschadet landesrechtlicher Regelungen, stets vorhanden, wenn für jedes Familienmitglied über sechs Jahren zwölf Quadratmeter und für jedes Familienmitglied unter sechs Jahren zehn Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung stehen und Nebenräume (Küche, Bad, WC) in angemessenem Umfang mitbenutzt werden können. Wohnräume, die von Dritten mitbenutzt werden können, bleiben grundsätzlich außer Betracht; mitbenutzte Nebenräume können berücksichtigt werden.
  • Der Lebensunterhalt einschließlich eines ausreichenden Krankenversicherungsschutzes für die Familie muss ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel gesichert sein. Das nachgewiesene Netto-Einkomrnen muss also so hoch sein, dass kein Anspruch auf Leistungen nach SGB II oder SGB XII besteht.  Die oben genannten Ausführungen gelten nicht für Staatsangehörige aus einem Land der Europäischen Union.