Arbeitsmigration

Mit dem Inkrafttreten des neuen Zuwanderungsgesetzes zum 01.01.2005 wird das doppelte Genehmigungsverfahren (Arbeit/Aufenthalt) grundsätzlich abgeschafft und durch ein internes Zustimmungsverfahren ersetzt.

Der Ausländer selbst wendet sich nicht mehr an die einzelnen Arbeitsagenturen, sondern beantragt die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsaufnahme nur noch bei der für ihn zuständigen Ausländerbe-hörde. Die Zulassung zum Arbeitsmarkt wird ggf. von der Ausländerbehörde in der Aufenthaltserlaubnis geregelt, nachdem die Arbeitsverwaltung intern zugestimmt hat oder wenn aufgrund einer gesetzlichen Regelung diese Entscheidung ohne Beteiligung der zuständigen Agentur für Arbeit möglich ist.

Bitte beachten Sie folgende Besonderheit:

Seit dem 01.05.2011 genießen alle Staatsangehörigen der EU uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit, d.h. dass sie keine Arbeitserlaubnis mehr benötigen, um im Bundesgebiet eine unselbständige Beschäftigung auszuüben. Nur noch die Staatsangehörigen von Bulgarien und Rumänien müssen über eine Arbeitserlaubnis/EU verfügen, wenn sie als Arbeitnehmer im Bundesgebiet tätig sein wollen. Die Arbeitserlaubnis/EU ist von diesen Unionsbürgern direkt bei der Bundesagentur für Arbeit - Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) - zu beantragen. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Arbeitgeber.

Das dargestellte Verfahren des one-stop-government soll im Regelfall dazu führen, dass der ausländische Mitbürger nur noch einen behördlichen Ansprechpartner, sprich die Ausländerbehörde, hat.

Ansprechpartner für den Arbeitgeber bleibt grundsätzlich die Bundesagentur für Arbeit.

Sofern eine Prüfung des Arbeitsmarktes durch die Bundesagentur für Arbeit im internen Zu-stimmungsverfahren gesetzlich vorgesehen ist, muss mit Bearbeitungszeiten von mindestens 6 Wochen gerechnet werden. Die Mitarbeiter/innen der Ausländerbehörde informieren Sie gerne über die einzelnen Voraussetzungen des Aufenthaltsgesetzes, der Beschäftigungsverordnung und der Beschäftigungsverfah-rensverordnung vor Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.

Die Beschäftigung durch einen Arbeitgeber setzt die Erteilung eines entsprechenden Aufenthaltstitels (Visum, Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis) voraus, der durch eine entsprechende Auflage die Erwerbstätigkeit allgemein oder eine konkrete Tätigkeit beim jeweiligen Arbeitgeber zulässt. Bei der Bean-tragung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit ist in jedem Fall Ihre persönliche Vorsprache bei der Ausländerbehörde erforderlich.

Ansprechperson für Arbeitsaufenthalte

0291 / 94-1369

Ansprechperson für Arbeitsaufenthalte

0291 / 94-1390