Arbeitsgenehmigungsverfahren

Ist im Visumverfahren die Zustimmung der Ausländerbehörde erforderlich, kann das Verfahren bis zu drei Monaten, gelegentlich auch länger, dauern, da neben der Ausländerbehörde oft noch weitere Behörden (wie die Bundesagentur für Arbeit) beteiligt sind.

Sofern eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Familiennachzuges zu Deutschen erteilt wurde, berechtigt diese zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.

Familiennachzug zu Ausländern (§ 29 AufenthG)

Sofern eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Familiennachzuges zu Ausländern erteilt wurde, richtet sich die Zulässigkeit der Erwerbstätigkeit danach, ob und in welchem Umfang der Ausländer zu dem der Zuzug erfolgte, eine Erwerbstätigkeit ausüben darf. Hat z.B. der Ausländer, zu dem der Zuzug erfolgte, einen unbeschränkten Arbeitsmarktzugang, dann gilt dies auch für die nachziehenden Familienangehörigen. War dagegen die Zustimmung der Arbeitsagentur erforderlich, so benötigen auch die nachziehenden Familienangehörigen diese Zustimmungen nach den Regelungen des § 39 AufenthG.

Die Aufzählung ist nicht abschließend. Bei Rückfragen setzen Sie sich bitte mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter in Verbindung.

Zulässige Erwerbstätigkeit im Einvernehmen mit der Bundesagentur für Arbeit

Ist die Ausübung der Erwerbstätigkeit nicht bereits kraft Gesetzes vorgesehen, darf die Ausländerbehörde eine Beschäftigung grundsätzlich nur mit Zustimmung der Arbeitsagentur erlauben.

Wird die Zustimmung nicht erteilt, darf eine Beschäftigung nicht zugelassen werden (§ 39 Abs. 1 AufenthG). Je nach Entscheidung wird die Zulässigkeit der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Aufenthaltstitel erlaubt oder versagt (§ 4 Abs. 2 Satz 2 AufenthG).

Wenn Ihre Arbeitserlaubnis abläuft oder Sie Ihre Arbeitsstelle wechseln wollen, müssen Sie nur zur Ausländerbehörde, nicht mehr zur Arbeitsagentur. Die Ausländerbehörde wird dann für Sie mit der Arbeitsagentur klären, ob die Beschäftigung gestattet wird. Bei beabsichtigten neuen Beschäftigungsverhältnissen ist ein entsprechender Antrag auf Genehmigung der Ausübung der Beschäftigung bei der hiesigen Ausländerbehörde zu stellen. Für die Bearbeitung des Antrages ist die Vorlage einer genauen, vom Arbeitgeber auszufertigenden Stellenbeschreibung notwendig (Vordruck siehe unten).

Besonderer Personenkreis
Asylbewerber können nach einem Jahr gestattetem Aufenthalt zum Arbeitsmarkt zugelassen werden.

Geduldete Ausländer
Geduldete Ausländer können nach einjährigem ununterbrochenen Aufenthalt zum Arbeitsmarkt zugelassen werden.

Die Ausübung einer Beschäftigung darf allerdings nicht erlaubt werden, wenn sie sich in das Bundesgebiet begeben haben, um Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu erlangen, oder wenn bei diesen Ausländern aus von ihnen zu vertretenden Gründen aufenthaltsbeendende Maßnahmen nicht vollzogen werden können. Zu vertreten hat ein Ausländer die Gründe insbesondere, wenn er das Abschiebungshindernis durch Täuschung über seine Identität oder seine Staatsangehörigkeit oder durch falsche Angaben herbeigeführt hat.

 

Ansprechperson für Arbeitsaufenthalte

0291 / 94-1369

Ansprechperson

0291 / 94-1390