Unterhaltsvorschuss - Leistungen

Unterhaltsvorschuss ist eine Leistung zur Unterstützung alleinerziehender Mütter und Väter.
Nach Trennung, Scheidung, Tod oder auch im Falle einer nichtehelichen Geburt mit ggfl. ungeklärter Vaterschaft bleiben Unterhaltszahlung unter Umständen aus und es entstehen Versorgungslücken, die durch die Leistungen nach dem UVG (Unterhaltsvorschussgesetz) zum Teil aufgefangen werden können.

Ein Kind hat Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn

  • es bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt
    und
  • dieser Elternteil ledig, verwitwet, geschieden oder vom anderen Elternteil dauernd getrennt lebend ist
    und
  • es keinen oder keinen ausreichenden/regelmäßigen Unterhalt erhält
    und
  • Für Kinder nach Vollendung des zwölften Lebensjahres ist zusätzlich Voraussetzung, dass das Kind selbst nicht auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen ist, dieser Anspruch durch den Bezug von Unterhaltsvorschussleistungen vermieden werden kann oder dass der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug mit Ausnahme des Kindergeldes über eigene Einkünfte von mindestens 600 Euro brutto monatlich verfügt.

Möglicherweise bestehen zusätzliche Anspruchsvoraussetzungen, z.B. bei ausländischen Kindern oder wenn die Vaterschaft des Kindes noch nicht festgestellt ist. Wenden Sie sich bei Nachfragen bitte an die Mitarbeiter der Unterhaltsvorschuss-Stelle.

Die maximale Höhe der Unterhaltsvorschussleistung beträgt

  • für Kinder bis unter 6 Jahren:  150,00 ¤
  • für Kinder bis unter 12 Jahren: 201,00 ¤
  • für Kinder bis unter 18 Jahren: 268,00 ¤

(Stand: 01.07.2017)

Von diesen Beträgen werden ggf. Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils oder Halbwaisenbezüge abgezogen. Für Kinder, die keine allgemeinbildende Schule mehr besuchen, mindert sich die Unterhaltsleistung, soweit ihre in dem selben Monat erzielten Einkünfte des Vermögens und der Ertrag ihrer zumutbaren Arbeit zum Unterhalt ausreichen. Als Ertrag der zumutbaren Arbeit des Berechtigten aus nichtselbständiger Arbeit gelten die Einnahmen in Geld entsprechend der für die maßgeblichen Monate erstellten Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des Arbeitgebers abzüglich eines Zwölftels des Arbeitnehmer-Pauschbetrags; bei Auszubildenden sind zusätzlich pauschal 100 Euro als ausbildungsbedingter Aufwand abzuziehen. Einkünfte und Erträge nach den Sätzen 1 und 2 sind nur zur Hälfte zu berücksichtigen.

Notwendige Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • ggfl. Aufenthaltsgenehmigung/Freizügigkeitsbescheinigung in Kopie
  • Geburtsurkunde des Kindes in Kopie
  • Unterhaltstitel (Urteil, Vergleich, Verpflichtungserklärung, schriftliche Vereinbarung in Kopie
  • Scheidungsurteil in Kopie
  • eigener Schriftverkehr bzw. den Ihres Rechtsanwaltes über die Unterhaltsdurchsetzung für das Kind beim anderen Elternteil in Kopie
  • Vaterschaftsfeststellung in Kopie
  • für Kinder ab 15 Jahre Schulbescheinigung / Ausbildungsnachweis

Kosten

  • kostenfrei

Ihre Ansprechpersonen

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0291 / 94-1277
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Mac - Pn
 
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