Transformation von Gauß-Krüger Zone 3 nach ETRS89 Zone 32

Der Hochsauerlandkreis stellt zur Zeit seine "Amtliche Liegenschaftkarte" (ALK) und das "Amtliche Liegenschaftsbuch" (ALB) auf das neue "Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem" (ALKIS) um. Gleichzeitig wird ein Bezugssystemwechsel von DHDN/Gauß-Krüger Zone 3 auf ETRS89/UTM Zone 32 durchgeführt. Dieser Bezugssystemwechsel bedeutet, dass zukünftig die Liegenschaftskarte im Bezugssystem ETRS89 Zone 32 dargestellt wird und dadurch einen anderen Raumbezug haben kann als z.B. bestehende Fachdaten.

Zwei gute Methoden, um Geodaten vom Bezugssystem Gauß-Krüger Zone 3 nach ETRS89 Zone 32 zu transformieren, sind das gitterbasierte Transformationsverfahren NTv2  und die Transformation über Stützpunkte.

NTv2 Methode

Verschiebungen durch NTv2 in Gittersekunden
Verschiebungen durch NTv2 in Gittersekunden

Die gitterbasierte Transformationsmethode wurde in Nordamerika entwickelt. Dabei werden für die Eckpunkte eines Gitters geografische Koordinaten in jeweils beiden Systemen bestimmt. Die Koordinaten der zu transformierenden Punkte werden dann durch Interpolation zwischen diesen Gitterpunkten ermittelt. Diese NTv2-Methode wurde für die Bundesrepublik Deutschland angepasst und wird unter dem Namen "BeTA2007" von der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die AdV  hat 2006 beschlossen, das BeTA2007-Verfahren für die Transformation geotopografischer Daten (z.B. ATKIS-Daten) nach ETRS89 zu verwenden.

Der Fachdienst Geoinformationen und Liegenschaftskataster des Hochsauerlandkreises hat für die Transformation von Geodaten, die im Hochsauerlandkreis liegen, eine eigene gitterbasierte Transformationsdatei für den Hochsauerlandkreis entwickelt.

Diese HSK-spezifische NTv2-Transformationsdatei liefert genauere Ergebnisse als die BeTA2007-Methode und kann kostenlos auf der Internetseite des Hochsauerlandkreises (s.u.) und der GDI.SW (Geodateninfrastruktur Südwestfalen)  heruntergeladen oder beim Sachgebiet GeoService erfragt werden.

Stützpunktdatei

Stützpunkte im HSK
Stützpunkte im HSK
Desweiteren sind für das Kreisgebiet Stützpunktdateien erhältlich. Diese Dateien enthalten jeweils circa 30.000 Stützpunkte, die über das Kreisgebiet verteilt liegen und den Kreisrand fest eingrenzen.

Wichtig

Bei der Transformation mit der HSK-definierten NTv2-Methode und bei der Transformation mit Hilfe der Stützpunktdateien ist darauf zu achten, dass zu transformierende Geodaten nicht außerhalb des Kreisgebietes liegen. Bei außerhalb liegenden Daten kann es zu erhebliche Extrapolationen und so zu falschen Transformationsergebnissen kommen. Müssen überregionale Geodaten wie zum Beispiel topografische Rasterkarten transformiert werden, sollte die BeTA-2007-Methode benutzt werden, wenn diese den Genauigkeitsansprüchen genügt.

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